17. historische Kannofenbrand am IKKG
Zum Semesterbeginn des Wintersemesters 2026/27 wird am Institut für Künstlerische Keramik und Glas (IKKG) der Hochschule Koblenz bereits zum 17. Mal seit 1992 der historische Kannofen entfacht. Dieser traditionelle Ofen, in dem jahrhundertelang das weltberühmte salzglasierte, graublaue Steinzeug der Region gebrannt wurde, ist der letzte noch funktionsfähige Ofen seiner Art. Er steht auf dem Gelände des Westerwald Campus in der Rheinstraße 80 in Höhr-Grenzhausen.
Ein Stück lebendige Geschichte
Die Kannöfen waren einst das Herzstück der Eulereien – der Töpferbetriebe im Westerwald. Bis zur Schließung des letzten Betriebes 1989 wurden hier wöchentlich bis zu 30 Brände durchgeführt, wobei der Ort oft in eine beeindruckende Rauchwolke gehüllt war. Allein in den 1930er-Jahren existierten in Höhr-Grenzhausen 57 dieser Öfen. Heute wird diese Tradition alle zwei Jahre am IKKG fortgeführt. Sie sind herzlich eingeladen, das immaterielle Kulturerbe aus nächster Nähe zu erleben.
Der Kannofenbrand ist ein gemeinsames Projekt der Hochschule Koblenz, des Keramikmuseums Westerwald sowie der Verbandsgemeinde und Stadt Höhr-Grenzhausen. Als UNESCO Creative City of Crafts and Folk Art steht Höhr-Grenzhausen für eine lebendige Keramiktradition. Mit dem Kannofenbrand werden gleichsam tradiertes Wissen und handwerkliche Techniken als Teil des Immateriellen Kulturerbes bewahrt und weitergegeben.
Programmhighlights
Freitag, 25. September, ab 18 Uhr: Start des 24-Stunden-Livestreams, abrufbar unter https://keramik-stadt.de/
Samstag, 26. September, 12–18 Uhr: Salzen – der Höhepunkt des Brandes – sowie ein gemütliches Beisammensein am IKKG, Rheinstraße 80, 56203 Höhr-Grenzhausen